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Proceedings of the Internationale Franz Rosenzweig Gesellschaft - Der glühende Augenblick. Der Beitrag von F. Rosenzweig, A. Einstein und E. Levinas zur Erziehungslehre

Congreso

Fecha
2016
Editorial y Lugar de Edición
Franz Rosenzweig Gesellschaft
ISSN
1862-829x
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Mein Vortrag wird aus drei Teilen bestehen. Im ersten versuche ich, den Kern des heutigen Bildungsproblems zu bestimmen. Hier werde ich jedoch nicht etwa eine weitere Liste der praktischen, hauptsächlich finanziellen Schwierigkeiten vorlegen, mit denen die Bildungsinstitutionen, z.B. in meinem Land, heute zu kämpfen haben ? davon erfahren wir genug aus den Zeitungen - und ich werde mich hier nicht in journalistischer Philosophie versuchen. Der erste Teil wird etwas ganz anderes themat... Mein Vortrag wird aus drei Teilen bestehen. Im ersten versuche ich, den Kern des heutigen Bildungsproblems zu bestimmen. Hier werde ich jedoch nicht etwa eine weitere Liste der praktischen, hauptsächlich finanziellen Schwierigkeiten vorlegen, mit denen die Bildungsinstitutionen, z.B. in meinem Land, heute zu kämpfen haben ? davon erfahren wir genug aus den Zeitungen - und ich werde mich hier nicht in journalistischer Philosophie versuchen. Der erste Teil wird etwas ganz anderes thematisieren: Im Sinne Rosenzweigs soll die Kluft zwischen Bildung und lebendiger Gegenwart als dasjenige Problem untersucht werden, das sinnvolle Bildung verhindert, indem sie diese im besten Fall auf praktische Ausbildung reduziert (d.h. auf die Entwicklung von spezifischen, nützlichen Fähigkeiten) oder im schlimmsten Fall auf die sinnlose Produktion von zum Vergessen bestimmten Daten und Begriffen . Im zweiten Teil werde ich das religiöse Gefühl als das Ziel aufweisen, das zu erreichen sich Bildung bemühen muss, damit diejenige Art von erfahrbarem Verstehen des Lebens allererst ermöglicht wird, die ihrerseits die Voraussetzung von Bildung ist. Soweit ich weiß, war es weder ein Theologe noch ein Pädagoge, sondern ein Naturwissenschaftler, nämlich Albert Einstein, der in seinen Reflexionen über die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Religion das religiöse Gefühl als letztes Ziel von Bildung herausgearbeitet hat. Im dritten und letzten Teil möchte ich - an dieser Stelle Überlegungen von E. Levinas folgend - zeigen, in welchem Maße eine im religiösen Gefühl ruhende Bildung die philosophische Bejahung des konstitutiven Charakters der menschlichen Sittlichkeit voraussetzt und inwiefern von hier aus ein Weg hin zu einem laizistischen Bildungsmodell führt, welches möglicherweise als Antwort auf die heikle Frage nach dem Sinn heutiger Bildung angesehen kann.
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Palabras Clave
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